Montag, 10. Februar 2014

Wenn Freude und Trauer seid an seid gehen..


Wie fängt man solch einen Blog Post am besten an? 
Ich arbeite jetzt seit knapp 1 1/2 Monaten hier bei YWAM in San Francisco. Ich lebe mich langsam ein, finde Freunde innerhalb von YWAM. Lerne langsam die Gemeinde kennen, die ich vielleicht „meine“ Gemeinde nennen möchte (www.realitysf.com) und versuche mich in den Base und Arbeitsalltag einzufinden.
Am Wochenende hatten wir unser erstes Team von einer Gemeinde. 7 Jugendliche und zwei Erwachsene. Das war sehr gut. Es hat das ganze Wochenende geregnet und trotzdem waren wir draußen, kein Jugendlicher hat sich auch nur einmal beschwert! Wir haben mit den Obdachlosen ein Mittagessen geteilt, haben für und gegen Massage Salons, die in Wirklichkeit Bordelle sind, gebetet und eine Schnitzeljagd gehabt. Ich hab am Samstag 14Std oder so gearbeitet und war danach tot, aber ich hab es nicht bereut. Diese Jugendlichen sind aus sich raus gekommen, waren mutig, haben gebetet wie wahre Krieger und keine Angst gezeigt. Das war sehr ermutigend zu sehen!

Das ist die Freude, die tolle Seite. Doch es gibt auch die andere Seite, wenn man weit weg von Familie, Freunde, Bekanntes ist. Es gibt Zeiten der Resignieren, der Überforderung, Zeiten, wo ich denke, ich schaffe das alles nicht. Zeiten, wo ich unglaubliches Heimweh habe und viel weine. Wo ich am liebsten hinschmeißen und nachhause fliegen würde. Doch ist es das wert? Kann man nach knapp zwei Monaten im Ausland schon sagen, dass es nicht besser werden wird? Bestimmt nicht! Und trotzdem ist es ein täglicher Kampf. Ich bin auch schon oft krank gewesen und garantiert spielt jedes dieser Gefühle da eine Rolle. 

In der letzten Woche hat mich dieser Vers in Philipper 4, 6-7 ermutigt. 
 Macht euch5 um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn.
Dann wird der Frieden Gottes, der alles Verstehen übersteigt6, über euren Gedanken wachen und euch in eurem Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid7.

Manchmal kommt der Frieden sofort, manchmal dauert es eben ein bisschen. Die Gewissheit das Gott da ist  ist jedoch immer da. Aufgeben und das Handtuch werfen ist deshalb keine Option. Ich gebe dem Teufel nicht, was er will. Und es ist gut zu wissen, dass man sich immer mit anderen Menschen beten, weinen, sprechen, austauschen kann. Das man weiß nicht nur ich fühle so, sondern auch Menschen um mich herum.

Ich musste mich an den Satz erinnern, den ich mir fast zu meinem Leitmotiv gemacht habe. Dass ich mich frage, wo die andere Hälfte meines Herzens ist. Ja das ich immer dachte, eine hälfte in Deutschland und eine hier in San Francisco. Das war bestimmt auch so, sonst wäre ich nicht so lange dran geblieben. Aber wisst ihr was? Mein Herz war lange 100 % in Berlin und das ist gut so gewesen! Und dann war es eine Weile 50/50 in Berlin und SF. Jetzt ist es zurzeit zu 75 % hier in SF und 25 % sind in Berlin. Betest du mit mir, dass für die nächsten zwei Jahre mein Herz zu 100 % hier in SF ankommt?

Das wäre wirklich wunderbar! Ich lerne sehr viel über mich selbst, über die amerikanische Kultur, über andere Kulturen. Was es bedeutet jeden Tag Kompromisse einzugehen. Und es ist nicht leicht, aber eine wichtige Lehre! 

Ich hoffe ihr könnt von diesem Blog Eintrag was mitnehmen und ich wünsche euch den tiefen Frieden, den nur Jesus schenken kann!

Euer
Heiko


Samstag, 11. Januar 2014

Ein paar Urlaubseindrücke

Hier noch ein Link wo ihr euch Fotos aus unserem Urlaub angucken könnt. Alltagsfotos folgen dann auch noch in naher Zukunft!

https://plus.google.com/photos/108365314079806717083/albums/5967698340847574417?authkey=CLeFnrXXrf-vFg

Zwischen Heimweh und Fernsucht..Die erste Woche in San Francisco

Liebe Freunde,
Heute möchte ich euch kurz über meine erste Woche berichten. Letzte Woche Freitag reiste Stefan zurück nach Berlin. Der Abschied fiel uns beiden schwer, aber mir besonders. Wir hatten zwei sehr gute, enge und intensive Wochen. Haben viel erlebt, haben einiges gesehen, viel gelacht und Spaß gehabt. Es hat mir unglaublich geholfen, dass er mit dabei war. Am Flughafen konnte ich mich noch einigermaßen zusammenreißen, aber als ich wieder auf der Base war, überfiel mich eine unglaubliche Welle der Einsamkeit, Heimweh, der Unsicherheit. Es war ein Tag der Tränen und Frustrationen für mich. Aber ich konnte das alles rauslassen, konnte es auch zu Jesus bringen und wusste ich werde verstanden. Ich war aber zum Glück nicht alleine. Josh ein Staff, der ein unglaubliches Herz für Menschen hat, nahm mich sozusagen auf. Wir haben rumgehangen, ich konnte ein paar kleine Dinge im Büro erledigen und wir haben viel Football geguckt. Das hat mir das Wochenende sehr viel leichter gemacht.

Am Montag ging es dann offiziell los. Ich wurde beim Staff Meeting begrüßt und lernte im laufe des Tages und der Woche Stück für Stück mein engeres Team und die Base Mitarbeiter kennen. Mein Team ist wunderbar, witzig, kreativ, bunt gemischt und wir haben bereits viel gelacht. Lilia, eine Kollegin, mit der ich eng zusammenarbeite, werde meinte schon, „oh my god, he is going to kill me“. „Oh mein Gott, er wird mich umbringen“ in dem Zusammenhang, dass wir jetzt schon Lachattacken zusammenhatten.
In der ersten Woche hatte ich viel Zeit um die Mitarbeiter kennenzulernen, organisatorische Dinge zu erledigen (Bankkonto, Sozialversicherungsnummer, Haushaltsgeräte etc. einkaufen) zurzeit bewohne ich noch ein eigenes, kleines Apartment. Was dazu dient, dass ich mich in Ruhe einleben kann. Im Februar ziehe ich dann zu meinem Mitbewohner. Ich hab viele Spaziergänge in der Nachbarschaft gemacht, insbesondere Gebetsspaziergänge, die wir später mit Teams machen. Um die Gegend kennenzulernen und in der Lage zu sein Teams herumzuführen.
Viel Interessantes kann ich euch also noch nicht berichten, einarbeiten ist zwar spannend für mich, aber nicht unbedingt für euch J
Aber eines kann ich euch sagen, als ich letzte Woche durch die Straßen gelaufen bin und wieder die Obdachlosen, die Drogenabhängigen, die psychisch kranken, die einsamen, die gebrochenen Menschen gesehen habe, da wurde mein Herz gebrochen. Ich war ein bisschen kalt in der Urlaubszeit und hab das ausgeblendet, aber letzte Woche hat es dann Klick gemacht. Jesus hat den Schleier von meinen Augen genommen. Und ich hab neu erkannt, warum ich hier bin, was meine Vision ist, warum ich so hart gekämpft habe, um hier zu sein. Damit ich für diese Menschen ein Stück Jesus sein kann. Ein Stück Hoffnung, Liebe, Anerkennung, Respekt. Denn das bekommen diese Menschen hier nicht oft. Aber wir als YWAM San Francisco wollen das sein, ich will das sein und weitergeben. Ich bin sehr dankbar, dass ich das wieder sehen und erfahren konnte.
Am Montag beginnt unsere Winter Jüngerschaftsschule und ich bin sehr gespannt. Ich habe noch nie eine DTS von Anfang erlebt (als außenstehender) und freue mich die Studenten von Anfang bis Ende in ihrem Prozess immer mal wieder sehen zu dürfen. Wir haben ab Montag auch eine deutsche Praktikantin, was natürlich perfektes Timing ist. Weil ich sie mit einarbeiten kann und bei Fragen auf Deutsch aushelfen kann.
Ich möchte euch für alle Gebete danken, mein Heimweh ist viel besser geworden, ich schließe erste Freundschaften, fühle mich sehr wohl und angenommen und überhaupt nicht einsam. Ich bin in ein super Team gekommen, dass Jesus liebt und Menschen liebt und das ist der Hammer.
Ich habe übrigens eine Amerikanische HandyNr und natürlich auch eine Adresse, wo ihr mir Post und so schicken könnt. Wenn ihr das möchtet ;-) aber ich poste das nicht hier. Wer Adresse und Handynr haben möchte, kann mir gerne eine Email oder auf Facebook schreiben. Ansonsten wird das auch im neuen Rundbrief stehen.

Ich freue mich auch von euch zu hören und wünsche euch ein tolles Wochenende!

Gruß,

Heiko

Mittwoch, 1. Januar 2014

Gott nahe zu sein ist mein Glück.

Jahreslosung 2014:
Gott nahe zu sein ist mein Glück.
Psalm 73,28
Liebe Freunde,
Ich wünsche euch allen ein gesegnetes, tolles, spannendes und erfolgreiches neues Jahr! Ich wünsche euch, dass ihr alle die Möglichkeit habt in eurem persönlichen Glauben und in Herausforderungen zu wachsen!
Mein Silvester habe ich ganz entspannt mit Stefan verbracht. Wir sind zum Hafen gefahren und haben uns dort mit ca. 200.000 anderen Menschen das 15-minütige Feuerwerk angeguckt und haben dann den Start ins neue Jahr gemütlich angefangen.

Die Jahreslosung in diesem Jahr empfinde ich als starke Ermutigung für mich persönlich. „Gott nahe zu sein ist mein Glück“ Dieses Jahr wird das spannendste, vielleicht herausforderndste, vielleicht schwerste Jahr werden. Wahrscheinlich aber wird es auch einfach ein unglaublich tolles, interessantes und gesegnetes Jahr werden. Doch in allem darf ich wissen, dass ich dem Herrn nahe sein darf und Er mir nahe ist! Das ist mein Glück und darauf baue ich. Für schwere Situationen, für Heimweh, für Konflikte, für einleben. Aber auch für neue Freundschaften, Begegnungen, Segen sein und Segen bekommen. Ich wünsche euch, dass diese Jahreslosung auch tief in euer Herz fällt!

Danke für alle eure Unterstützung, die ihr bereits für mich wart und jetzt auch in Zukunft seien, werdet! Ich weiß das so sehr zu schätzen und kann es doch nur in so wenigen Worten ausdrücken. Am Montag fange ich an zu arbeiten und dann werde ich euch einen Blog schreiben und demnächst auch einen Rundbrief mit den ersten Eindrücken.

Zum Schluss habe ich ein paar Gebetsanliegen und bitte da wirklich um Stärkung im Gebet.

-Stefan reist am Freitagmorgen ab. Wir hatten zwei sehr gute und enge Wochen zusammen. Ich habe totale Angst davor, dass er zurückfliegt. Das erste Heimweh Gefühl setzt schon ein.
- Bitte betet ausdrücklich gegen das Heimweh an und das ich die erste Zeit „alleine“ gut klarkomme und mich nicht überwältigen lasse.
-Für einen guten Start und ein Nettes kennenlernen am Montag.
-Für meinen Mitbewohner Chops, ein Asiate, mit dem ich ab Februar zusammenwohnen werde. Ich habe ihn bisher nur kurz gesehen und wünsche mir, dass wir nicht nur ein Zimmer teilen, sondern auch Freunde werden können.
-Dass ich bald eine Gemeinde finde, in der ich mich wohlfühle.

Ich wünsche euch noch ein paar ruhige Tage und einen guten Start in Schule, Uni, Arbeit und was auch immer J

Euer,
Heiko


Mittwoch, 25. Dezember 2013

Eine Reise die ist lustig oder mein abenteuerlicher Flug nach SF

Liebe Freunde!
Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und sende euch an dieser Stelle meine ersten Grüße aus den USA. Diesen Blog Eintrag verfasse ich aus Los Angeles, wo ich gerade Urlaub mit Stefan mache.
Die Abreise:
Nun bin ich bereits eine Woche in den USA. Meine ersten zwei Wochen bestehen ja aus Urlaub und akklimatisieren. Das brauchte ich auch in den ersten Tagen. Ich hatte mit Jetlag und Magenproblemen und einer Erkältung zu kämpfen. Die letzten Monate und Wochen waren einfach zu krass und mein Körper musste jetzt wohl mal alles etwas raus lassen. Aber inzwischen geht es mir besser!
Lasst mich ein bisschen über die Reise erzählen:
Abreise in Tegel:
Neben meiner Familie haben sich einige gute Freunde auf den Weg zum Flughafen gemacht. Ich wusste der Abschied würde für mich sehr schwer werden, aber am Flughafen hab ich realisiert wie sehr. Ich habe viele Tränen gelassen und es war sehr emotional. Aber ich habe mich auch so unglaublich geliebt und geschätzt gefühlt. Ein schönes Gefühl zu wissen, dass man Freunde in der Heimat hat, die einen ebenfalls vermissen werden..
Als ob das aber nicht genug Stress gewesen wäre, hat mich die Security noch rausgezogen, um mich auf explosive Materialien etc. zu kontrollieren. Alles wurde durchleuchtet, ausgepackt, durchsucht. Aber gefunden wurde nichts. Schwein gehabt. Dann hatte auch noch der Flug in Berlin Verspätung, weil irgendwas an der Maschine ausgetauscht werden musste.
Naja irgendwann waren wir in der Luft und ich konnte das erste mal etwas durchatmen. Auch wenn ich wusste, dass wir mit Verspätung ankommen würden und wir unseren Anschlussflug in Chicago verpassen könnten. Natürlich kamen wir mit Verspätung an und hatten nur noch eine Stunde Zeit um den Anschlussflug zu bekommen. Wir mussten durch die Passkontrolle, das Gepäck holen, das Terminal wechseln, neu einchecken und durch die Security. Der Countdown begann.

Zum Glück hat Chicago das System, dass man eine „Express Card“ bekommt, wenn man seinen Anschlussflug bekommen muss. Bedeutet das du überall vorgelassen wirst. Also schnell zur Passkontrolle, wo ich auch sofort dran kam. Ich hatte eine nette Officer (gibt es da nen weibliches Wort?), die mir nicht nur einen Stempel für den gesamten Visa Zeitraum gab. Sondern sogar die sogenannte Grace period (der Zeitraum, bis du die USA verlassen haben musst). Auf ein ganzes Jahr bis Ende Dezember 2016 ausgeschöpft hat. Total genial! Das war echt ein Gebetsanliegen, das ich die gesamte Zeit bekomme und dann sogar noch nen Jahr mehr. Haha, nice!
Wir sind dann auch ganz gut durch gekommen bis zur erneuten Sicherheitskontrolle. Da ging es eigentlich auch ganz schnell, aber ich wurde schon wieder auf Sprengstoff kontrolliert. Diesmal an meiner externen Festplatte. Irgendwie muss ich gefährlich ausgesehen haben oder so. Jetzt begann der Krimi. Denn wir mussten durch das halbe Terminal rennen. Hatten nur noch 10 min, bis unser Flug gehen sollte. Ich hab schon Sterne gesehen und dachte jeden Moment nehme ich den letzten Atemzug. Haha das war echt anstrengend, aber wir haben es geschafft!

Angekommen in San Francisco, fehlte mir dann noch ein Koffer. Seltsam, dass zwei Koffer ankommen und der Dritte nicht. Aber ich hatte Glück und ne Std später kam der Koffer mit der nächsten Maschine. Matthew, ein guter Freund von mir hat uns abgeholt und dann sind wir irgendwann nach 24std auf den Beinen und 16std Flug endlich an der Base angekommen.

Wie es dann weiter geht, erzähle ich euch später. Es soll ja spannend bleiben ;-) aber so habt ihr erstmal was von meinem ersten Abenteuer mit bekommen.


Bis zum nächsten Blog!

Sonntag, 15. Dezember 2013

Ich bin dann mal weg!


Liebe Freunde,
Heute schreibe ich euch meinen letzten Blog Eintrag aus Deutschland. Am Donnerstag geht es für mich los nach San Francisco und ich freue mich unglaublich. Ich habe unglaublich hart dafür gekämpft, meine und auch eure Geduld wurde auf die Probe gestellt, aber der Herr ist treu und nun ist es soweit. 

Ich hatte die letzten Tage und Wochen viele gute Treffen, Zeit mit Freunden und Zeit zum Abschied nehmen. Ich genieße das so unglaublich und bin sehr glücklich und Stolz so tolle Menschen kennen zu dürfen. Bitte fühle dich persönlich auch angesprochen :-)

Meine Abschiedsparty, die jeder einzelne so besonders gemacht hat, werde ich auch so schnell nicht vergessen!

An dieser Stelle kann ich auch sagen, dass viele Gebete erhört wurden. Ich konnte vieles, das organisatorisch schwierig war, klären und gestern konnte mein Bruder Stefan den Vertrag unterzeichnen, dass er ab dem 20.12 mein Untermieter ist. Das war mein größtes Anliegen, das ich meine Wohnung behalten kann. Es war ein Kampf und nicht einfach, aber ich hab einfach den größeren Kämpfer hinter mir! :-)

Ich wurde auch nach meinen Flugdaten gefragt, weil doch ein paar zum Flughafen kommen möchten :-)

Nun also eigentlich soll man das ja im Netz nicht posten, aber ich mache mal ne Ausnahme..

Donnerstag 19.12.
Flughafen Tegel
AB 7420 Air Berlin nach Chicago
Abflug Zeit: 10:00 Uhr

Wenn ihr mir den Abschied schwerer machen wollt, dann seit bitte zwischen 8-8:30Uhr spätestens da, weil ich denke gegen 9:00 Uhr durch die Security muss und so. Ich freue mich, natürlich über jeden der kommt!

Ich habe auch einen neuen Rundbrief heute verschickt. Da findet man auch meine aktuelle Adresse, die sonst auch auf dem Flyer zu finden ist. Solltest du meinen Rundbrief nicht bekommen und diesen haben wollen dann schreib mir ne Mail und ich setze dich auf den Verteiler..

Ja bleibt mir nicht viel mehr als auf Wiedersehen zu sagen und euch allen gesegnete Weihnachten und ein super tolles, neues Jahr zu wünschen!

Man sieht sich.





Montag, 18. November 2013

Wenn du in ein tiefes Loch fällst...



Heute gibt es einen Blog Eintrag von mir, der sich weniger um San Francisco dreht. Es geht um etwas, dass mir vorhin stark aufs Herz gelegt wurde und ich hab das Gefühl es teilen zu sollen.

Wenn du in ein tiefes Loch fällst…Ja was dann? Dann bist du Müde, ausgelaugt, depressiv, hast keinen Lebensmut mehr, keine Hoffnung, vielleicht kannst du morgens nicht mehr aufstehen. Alles ist anstrengend und kostet viel Kraft. Aber das Schlimmste ist meistens, die leere und die Einsamkeit. Das Gefühl die einsamste Person der Welt zu sein. Man sitzt in diesem dunklen Loch und keiner ist da. Das ist etwas, was ich vor ca. 1 ½ Jahren durchgemacht habe. Wohin mich mein Burn-out und die Erschöpfungsdepressionen hingebracht haben. Und ich weiß, dass ich nicht der Einzige bin, der so gefühlt hat. Vielleicht bist du eine dieser Personen, der es gerade so geht.

Ich habe lange gelitten. Bestimmt ein Jahr. Da war keine Freude in mir, jedes Glücksgefühl war wie ausgelöscht. Alles war nur noch schwarz. Es gab kein Grau, geschweige denn bunt.

Doch dann bin ich da langsam rausgekommen. Durch Freunde, Therapie, viel Gesprächen mit Menschen, die mich verstanden oder auch nicht verstanden haben. Dann hab ich irgendwann wieder die Kraft bekommen zu beten, im Lobpreis mitzusingen. Es kam langsam wieder Leben in mich, Freude, ja sogar Glücksgefühle. Langsam begann mein zweites Leben!

Dann fragte ich irgendwann Jesus „Wo warst du?“ Wo warst du, als ich dich gebraucht habe, als ich nach dir geschrien habe, als ich nur noch einschlafen wollte. Als ich keine Hoffnung mehr hatte?

Da hat Jesus nur zu mir gesagt: „Guck in das Loch. Guck zurück und schaue nochmal in die Dunkelheit“ Das wollte ich nicht. Das war ein grässlicher Ort, den ich nie wieder sehen wollte. Doch ich hab es getan. Ich habe nochmal zurück in dieses Loch geschaut. Und dann musste ich ganz tief weinen und durfte sehr, sehr viel Schmerz bei Jesus lassen. Denn in diesem Loch sah ich mich und alle meine Probleme. Und daneben saß Jesus, er saß neben mir und hielt mich fest. Er hat mich niemals verlassen und wird es auch niemals tun!

Ich möchte dich ermutigen! Wenn du in ein tiefes Loch fällst…dann bist du nicht alleine! Denke an Paulus! War er jemals alleine im Gefängnis? Nein! Jesus war immer da.
Das zu sagen ist so einfach, aber es zu glauben oder zu wissen so schwer! Aber ich kann dir sagen es stimmt! Ich war in diesem Loch, und als ich dort angekommen bin, war Jesus schon da. Er hat meine Hand genommen und hat mit mir gelitten. Meine Einsamkeit? Die war da und Jesus hat mitgelitten. Meine Depressionen? Waren da und Jesus hat mitgelitten. Meine Hoffnungslosigkeit? Jesus hatte Hoffnung! Meine Müdigkeit? Hat Jesus gesehen und verstanden. Meine Kraftlosigkeit? Jesus hat mir Kraft gegeben!

Jetzt sind es nur noch vier Wochen, bis ich in San Francisco bin. Gerade stehe ich wieder vor einigen Mauern. Doch diesmal weiß ich, dass Jesus da ist und ich alles Schaffen kann mit und durch ihn. In SF werde ich garantiert Momente der Einsamkeit, Heimweh, Resignation haben. Doch ich darf ermutigt sein, dass ich immer in dieses Loch zurück gucken kann, um zu sehen, Jesus war einmal da und Er wird jedes Mal wieder da sein!

Bitte sei ermutigt da durch, und wenn du dich angesprochen fühlst, dann schreibe mir. Gerne möchte ich für dich beten und dir helfen. Denn dafür sind wir da. Um uns gegenseitig zu stärken, zu ermutigen, zu tragen.

Euer,

Heiko